Am 15. März 2013 erblickte der sentix Fonds Aktien Deutschland ("SFAD", A1J9BC) das Licht der Welt - mit einem schwierigen Auftrag im Gepäck: die ETFs zu schlagen und dabei trotzdem index-nah zu investieren. Nun, 5 Jahre später, wollen wir Konzept und Performance einer näheren Betrachtung unterziehen.

ETFs - immer die bessere Wahl?

Den Markt, gemessen an einem Marktindex, zu schlagen, ist das Ziel aktiver Fondsmanager. Wie schwierig es ist, dieses Ziel zu erreichen, merkt man immer wieder an den Performance-Ranglisten. Nur selten gelingt es einer Mehrheit der Fondsmanager ihre jeweilige Benchmark zu übertreffen. Über viele Jahre betrachtet, schaffen es weniger als 25% der Manager ihre selbstgesteckten Ziele zu übertreffen. Die Gründe dafür sind vielfältig, lassen sich aber auf drei wesentliche Kategorien reduzieren:

  1. Zu wenig "alpha": um den Index zu übertreffen, müssen Fondsmanager aktive Entscheidungen treffen und z.B. schlechte Titel unter- bzw. gute Titel übergewichten. Doch das Wissen über zukünftige Kursentwicklungen ist nicht leicht zu erlangen, zumal sich die Umfeldbedingungen an den Märkten permanent ändern. Ob diskretionäre Entscheidungen oder quantitative Modelle: nur in der Rückschau ist es einfach, den Marktindex zu übertreffen.
  2. Zu geringe Abweichungen: Selbst wenn ein Manager gute Ideen hat, bleibt die Frage, wie stark er diese im Portfolio berücksichtigt. In der Praxis stellen Anleger immer wieder fest, dass die Portfoliomanager zu nah am jeweiligen Benchmark investieren. Entsprechend gering sind die möglichen Performancebeiträge der aktiven Entscheidungen.
  3. Zu hohe Kosten: Aktive Entscheidungen verursachen Transaktionskosten und für die permanente Marktbeobachtung und Umsetzung ihrer Strategie verlangen aktive Fondsmanager eine Gebühr. Diese muss durch die Strategie mitverdient werden. Fehlt "alpha" oder wird es nur ungenügend umgesetzt, ist alleine aufgrund der Kosten keine Überrendite möglich. 

Eine neue Kategorie etabliert sich

Aus diesem Grund hat sich eine neue Fondskategorie am Markt etabliert, die Exchange Traded Funds (ETFs). Diese setzen auf eine Indexnachbildung und geringe Kosten. Aufgrund der zuvor beschriebenen Hürden für aktive Manager, stellen ETFs in vielen Fällen die traditionellen, aktiven Fonds in den Schatten. Allerdings hat auch dieses Vorgehen einen Haken: der Anleger wird niemals eine Wertentwicklung oberhalb des Index erzielen, sondern immer unterhalb der Marktperformance bleiben.

Eine ausgezeichnete Vision

Als wir 2013 den sentix Fonds Aktien Deutschland ins Leben gerufen haben, hatten wir eine andere Vision: Wir wollten die Vorteile eines ETFs, also ein berechenbares, index-nahes Investment zu günstigen Kosten, mit den Vorteilen einer aktiven Strategie kombinieren. Unser Ziel war es also ein Produkt zu schaffen, welches besser als ein ETF ist und dennoch eine hohe Korrelation und Berechenbarkeit zum Marktindex erreicht! Wahrlich ein anspruchsvolles Ziel. So anspruchsvoll, dass die Idee des sentix Fonds Aktien Deutschland bei den Feri Funds Awards 2014 als Fondsinnovation des Jahres ausgezeichnet wurde.

Doch wie sollte das gelingen?